
5 days ago
Schwimmen lernen ohne Angst: Anja Kerkow erklärt, warum klassische Schwimmkurse oft scheitern
Wusstest Du, dass 60 % der Kinder in Deutschland am Ende der Grundschulzeit nicht sicher schwimmen können und diese Zahl von Jahr zu Jahr weiter steigt?
In dieser Folge sprechen wir darüber, warum das so ist, weshalb Schwimmenlernen für viele Familien mit Druck, Unsicherheit und Stress verbunden ist und was Du als Elternteil wirklich tun kannst, damit Dein Kind sicher, freudig und in seinem eigenen Tempo ins Wasser findet.
Mein Gast ist Anja Kerkow, Pädagogin, Schwimmlernexpertin und Gründerin von ROCHENKINDER®. Sie begleitet seit über 30 Jahren Familien und hat aus dieser Erfahrung heraus einen Weg entwickelt, der Schwimmenlernen ganz neu denkt. Nicht als starres Programm, das ein Kind möglichst schnell durchlaufen muss, sondern als natürlichen Entwicklungsprozess, in dem Vertrauen, Spielfreude, Körpergefühl und die sichere Begleitung durch die Eltern im Mittelpunkt stehen.
In dieser Folge erfährst Du, warum klassische Schwimmkurse, bei denen Kinder einfach abgegeben werden, für viele Kinder nicht der passende Weg sind und was Kinder stattdessen brauchen, um sich im Wasser wirklich sicher zu fühlen.
Du erfährst außerdem, weshalb Grundfertigkeiten wie Tauchen, Gleiten, Springen und Atemkontrolle die eigentliche Basis des Schwimmenlernens bilden, lange bevor es überhaupt um eine bestimmte Schwimmtechnik geht.
Wir sprechen darüber, ab welchem Alter Du mit Deinem Kind ins Wasser gehen kannst und warum ein früher, spielerischer Beginn oft so viel entspannter ist als der Druck, der entsteht, wenn kurz vor der Schule plötzlich alles schnell gehen soll.
Auch Auftriebshilfen wie Schwimmflügel schauen wir uns genauer an, denn viele Eltern verlassen sich auf sie, obwohl sie weder das Schwimmenlernen wirklich fördern noch echte Sicherheit geben.
Und vielleicht besonders entlastend: Du musst selbst keine perfekte Schwimmerin und kein perfekter Schwimmer sein, um Dein Kind beim Schwimmenlernen liebevoll zu begleiten. Entscheidend ist nicht, dass Du alles vormachst oder erklärst, sondern dass Du Deinem Kind Sicherheit gibst, präsent bist und einen Raum öffnest, in dem es Vertrauen zu sich selbst und zum Wasser entwickeln kann.
Der wertvollste Gedanke aus diesem Gespräch ist für mich: Kinder lernen Schwimmen nicht, weil jemand es ihnen von außen beibringt. Sie lernen es, wenn sie einen sicheren Raum haben, in dem sie spielen dürfen, ausprobieren können, ihrem Körper vertrauen lernen und ihrer eigenen Neugier folgen dürfen.
Deine Aufgabe als Elternteil ist also nicht, Schwimmlehrer:in zu sein. Deine Aufgabe ist es, diese sichere Basis zu sein, an der Dein Kind sich orientieren kann, während es Schritt für Schritt seinen eigenen Weg ins Wasser findet. Und genau das kannst Du.
Mehr über Anja Kerkow und ROCHENKINDER® findest Du hier:
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